In der Hölle der Hells Angels

Der Mord, den die Rockerbande Hells Angels in Kiel begangen hat, bestimmt das Tagesgeschehen in Deutschland. Der Türke Tekin Bicer (47) wurde vermutlich in einer Folterkammer, die die Hells Angels in einer Kfz-Werkstatt in Kiel errichtet haben, misshandelt und dann erschossen. Die Polizei geht davon aus, dass die Leiche im Fundament einer Lagerhalle im Gewerbegebiet Altenholz einbetoniert wurde.

Beton geschmolzen

Um die Leiche unbeschädigt zu bergen hat das Technische Hilfswerk zuerst den Beton geschmolzen, es mit Spezialgeräten zerkleinert und dann schwere Betonbrocken aus der Halle entfernt. Wie aus dem Durchsuchungsbefehl hervorgeht, wurde Tekin Bicer stundenlang gefoltert, anschliessend kaltblütig getötet und dann einbetoniert. Nach den letzten Entwicklungen wird die Familie Bicers psychologisch betreut.

Seit zwei Jahren vermisst

Der Sprecher des Landeskriminalamts Stefan Jung erklärte, dass sie noch keine Ergebnisse vorweisen können, allerdings geht die Suche auch in den nächsten Tagen intensiv weiter. Tekin Bicer wird seit dem 30. April 2010 vermisst. Die deutschen Medien berichten, dass der zweifache Familienvater aufgrund von Drogengeschäften mit den Hells Angels in Schwierigkeiten geriet. Nachdem Tekin Bicer verschwand, fand man sein Auto mit geöffneten Türen und sein Handy hatte noch zwei Tage danach Empfang.